Fondation Martin Bodmer pour un prix Gottfried Keller

Fondazione Martin Bodmer per un premio Gottfried Keller

Fundaziun Martin Bodmer per un Premi Gottfried Keller

Medien

medienmittlung

24.10.2016 | Am samstag hat die Martin Bodmer-stiftung zum 38. mal

ihre literaturauszeichnungen vergeben

Die Martin Bodmer-Stiftung für einen Gottfried Keller-Preis vergibt den 38. Gottfried Keller-Preis an den Dichter, Erzähler und Literaturwissenschaftler Pietro De Marchi für sein neues Buch «La carta delle arance» (Das Orangen-papier), welches gerade erst im Casagrande Verlag erschienen ist. Zudem geht ein Förderpreis an das Autoren­kollektiv A.J.A.R. (AJAR - Association de jeunes auteur.e.s romandes et romands) für die gemeinsam verfasste Erzählung «Vivre près des Tilleuls».

Diese erschien am 17. August im Verlag Flammarion und ist seither auf der Payot-Meilleures-Ventes-en-Suisse-Liste unter den Top10 figuriert. 

 

 

Der Gottfried-Keller-Preis 2016 ging an Pietro De Marchi für seinen neuen Gedichtband «La carta delle arance», der im Oktober im Casagrande Verlag erschienen ist. Der Preis ist mit sFr. 25'000.- dotiert. Das Luftig-Weite seiner Lyrik, die Abstecher in die Tiefen der eigenen und der universellen Geschichten seiner Erzählprosa, die grosse Gabe zuzuhören, von der seine Essays zeugen – all diese Instrumente, die De Marchi in seinen vorangegangenen Publi­ka­tio­nen zunehmend verfeinert hat, geraten hier in Resonanz und bilden zusammen eine reife, klare und zugleich klangvolle Stimme. Sie ist leicht, sie hebt von der Erde ab und will in die Höhe fliegen. Auch als spielerisch könnte man sie bezeichnen, doch ist es ein Spiel mit dem Feuer – mit den Irrlichtern der Verstorbenen, mit Stahl und Feuer der Geschichte, mit der Wärme des Lebens.

 

Eine ungewöhnliche Stimme der italienischsprachigen Lyrik: Die Sprache wie auch viele der Bezüge, seine Meister und die vornehmlich in der Provinz gelegenen besuchten Orte sind Italienisch. Gleichzeitig ist die Stimme aber reich an französischen, deutschen und englischen Einflüssen, an Übersetzungen, Rhythmen und Liedern. Sie ist der Arbeit mit der Form ge­gen­über genauso offen wie der Prosa, der Vermischung von Genres, dem Zusammenprall von Realität und Fiktion. Eine lebendige Stimme, die wie alles Lebendige nach und nach wächst, die atmet, schweigt, sich wandelt und erneut zu Wort meldet.

Pietro De Marchi (1958), in Mailand aufgewachsen, studierte an den Universitäten Mailand und Zürich, wo er derzeit als Titularprofessor für italienische Literaturwissenschaft tätig ist. Daneben ist er «Professeur associé» an der Universität Neuenburg und Lehrbeauftragter an der Universität Bern. Er verfasste zahlreiche philologische und literarische Studien, be­schäf­tigte sich u.a. mit den Lyrikern und Prosaschriftstellern der italienischsprachigen Schweiz. Von Giorgio Orelli hat er kürzlich (2015) das lyrische Gesamtwerk Tutte le poesie bei Mondadori herausgegeben.

Als Autor hat er Lyrikbände und Erzählungen publiziert: Parabole smorzate (1999), Replica (2006, Schillerpreis und Kulturelle Auszeichnung des Kantons Zürich 2007), Ritratti levati dall’ombra (2013) und La carta delle arance (Herbst 2016), alle bei Casagrande in Bellinzona er­schie­nen. Seine Texte sind in mehreren Sprachen übersetzt und in zweisprachigen Anthologien enthalten: Der Schwan und die Schaukel / Il cigno e l’altalena, übersetzt von Ch. Ferber, Zürich, Limmat Verlag, 2009; Here and not Elsewhere. Selected Poems 1990-2010, translated by M. Sonzogni, Toronto, Guernica Editions, 2012. Für sein literarisches Schaffen und für sein “Engagement im Bereich des Litera­turaus­tausches, vor allem für die Ver­mittlung der italie­nischen Sprache und Kultur in der deutschen Schweiz” wurde ihm 2009 ein Anerken­nungs­beitrag der UBS Kulturstiftung zugesprochen. 2012 be­kam er einen literarischen Werkbeitrag der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.

 

Eine Ehrengabe geht an das Künstlerkollektiv AJAR. Mit der Ehrung von «Vivre près des tilleuls», dem gemeinschaftlich verfassten Roman von AJAR (Association de jeunes auteur.e.s romandes et romands), will die Jury eine originelle Vorgehensweise auszeichnen: Am Anfang stand die Idee im Raum, gemeinsam einen Roman in einer Nacht zu schreiben. Zunächst wurde mit Esther Montandon (1923-1998) eine Autorin erfunden und mit einer Biographie versehen. Schliesslich suchte sich AJAR ein Thema aus, das möglichst weit von der eigenen Realität entfernt war: die Geschichte vom Verlust eines Kindes, angesiedelt in den 60er-Jahren, als noch kein Mitglied des Kollektivs geboren war. Ziel war es, die durchlässigen Gren­zen zwischen Wirklichkeit und Fiktion zu erkunden. So hat sich aus einem scherzhaften Gedanken eine Liebeserklärung an die Literatur entwickelt. Der entstandene Roman ist weit mehr als das zeittypische Spiel, im Kollektiv Texte zu verfassen: das zeigt die Begeisterung sowohl eines der grossen französischen Verlagshäuser als auch der Jury des GottfriedKeller-Preises. Diese möchte AJAR zu weiteren gemeinsamen literarischen Experimenten ermutigen. Die Auszeichnung ist mit sFr. 10'000.- dotiert.

 

AJAR- Association de jeunes auteur.e.s romandes et romands ist ein Autoren­kollektiv, welches 2012 von 13 west­schwei­zer Jungautor/-innen gegründet wurde. Das Kollektiv tritt als solches auf und möchte nicht den Einzelschriftsteller in den Vordergrund stellen. So werden gemeinsam Romane geschrieben, die Erfundenes mit Erlebtem verbinden. Das Kollektiv tritt mit leserischen Perfor­man­ces auf und zeichnet für ein inter­dis­zi­pli­nären literarischen Ansatz, der durchaus die westschweizer Literaturszene neu aufmischen könnte.

 

Der Gottfried Keller-Preis

ist einer der angesehensten Literaturpreise der Schweiz. Der 1921 gegründete Preis wird alle zwei bis drei Jahre von der Martin Bodmer-Stiftung an Autoren oder Autorinnen verliehen. Die Stiftung vergibt auch Ehrengaben für besondere literarische Leistungen wie Überset­zun­gen, Herausgaben, wissenschaftliche Arbeiten usw. Eine Bewerbung ist nicht möglich. Das Autoren­kollektiv «Bern ist Überall» erhielt im Januar 2014 den 37. Gottfried Keller-Preis.

 

Im Kuratorium des Gottfried Keller-Preises vertreten sind derzeit Thomas Bodmer (Präsident), Evelyn Braun und Ursina Schneider-Bodmer. Die Jury setzt sich zusammen aus Vanni Bianconi, Thomas Bodmer und Isabelle Rüf.

Infos unter: http://www.gottfried-keller-preis.ch

Das Magazin « Literarischer Monat » widmet seine Oktober-Ausgabe dem Gottfried-Keller-Preis.

 

Auskünfte an Medienschaffende: Nani Khakshouri, Mob 079 402 66 54, nk@kulturpr.ch

 

 

medienmittlung

15.8.2016  | Der gottfried keller-preis 2016 geht an pietro de marchi

Die Martin Bodmer-Stiftung für einen Gottfried Keller-Preis vergibt den 38. Gottfried Keller-Preis an den Dichter, Erzähler und Literaturwissenschaftler Pietro de Marchi für sein neues Buch «La carta delle arance» (Das Orangenpapier). Zudem geht eine Ehrengabe an das Autorenkollektiv A.J.A.R. (AJAR - Association de jeunes auteur.e.s romandes et romands) für die gemeinsam verfasste Erzählung  «Vivre près des Tilleuls», welche am 17. August im Flammarion-Verlag erscheinen wird. Die Preisverleihung findet am Samstag, 22. Oktober 2016, 18:00 Uhr in der Helferei in Zürich statt.

 

Der Gottfried-Keller-Preis 2016 geht an Pietro De Marchi für seinen neuen Gedichtband «La carta delle arance», der im kommenden Oktober zum Zeitpunkt der Preisverleihung erscheinen wird. Der Preis ist mit sFr. 25'000.- dotiert.

Das Luftig-Weite seiner Lyrik, die Abstecher in die Tiefen der eigenen und der universellen Geschichten seiner Erzählprosa, die grosse Gabe zuzuhören, von der seine Essays zeugen – all diese Instrumente, die De Marchi in seinen vorangegangenen Publikationen zunehmend verfeinert hat, geraten hier in Resonanz und bilden zusammen eine reife, klare und zugleich klangvolle Stimme. Sie ist leicht, ja, aber eher in dem Sinn, dass sie von der Erde abheben, in die Höhe fliegen will. Auch als spielerisch könnte man sie bezeichnen, doch ist es ein Spiel mit dem Feuer – mit den Irrlichtern der Verstorbenen, mit Stahl und Feuer der Geschichte, mit der Wärme des Lebens.

Eine ungewöhnliche Stimme der italienischsprachigen Lyrik: Die Sprache wie auch viele der Bezüge, seine Meister und die vornehmlich in der Provinz gelegenen besuchten Orte sind Italienisch. Gleichzeitig ist die Stimme aber reich an französischen, deutschen und englischen Einflüssen, an Übersetzungen, Rhythmen und Liedern. Sie ist der Arbeit mit der Form gegenüber genauso offen wie der Prosa, der Vermischung von Genres, dem Zusammenprall von Realität und Fiktion. Eine lebendige Stimme, die wie alles Lebendige nach und nach wächst, die atmet, schweigt, sich wandelt und erneut zu Wort meldet.

 

Pietro De Marchi (1958), in Mailand aufgewachsen, studierte an den Universitäten Mailand und Zürich, wo er derzeit als Titularprofessor für italienische Literatur-wissenschaft tätig ist. Daneben ist er «Professeur associé» an der Universität Neuenburg und Lehrbeauftragter an der Universität Bern. Er verfasste zahlreiche philologische und literarische Studien, beschäftigte sich u.a. mit den Lyrikern und Prosaschriftstellern der italienischsprachigen Schweiz. Von Giorgio Orelli hat er kürzlich (2015) das lyrische Gesamtwerk Tutte le poesie bei Mondadori herausgegeben.

 

Als Autor hat er Lyrikbände und Erzählungen publiziert: Parabole smorzate (1999), Replica (2006, Schillerpreis und Kulturelle Auszeichnung des Kantons Zürich 2007), Ritratti levati dall’ombra (2013) und La carta delle arance (Herbst 2016), alle bei Casagrande in Bellinzona erschienen. Seine Texte sind in mehreren Sprachen übersetzt und in zweisprachigen Anthologien enthalten: Der Schwan und die Schaukel / Il cigno e l’altalena, übersetzt von Ch. Ferber, Zürich, Limmat Verlag, 2009; Here and not Elsewhere. Selected Poems 1990-2010, translated by M. Sonzogni, Toronto, Guernica Editions, 2012. Für sein literarisches Schaffen und für sein “Engagement im Bereich des Literaturaustausches, vor allem für die Vermittlung der italienischen Sprache und Kultur in der deutschen Schweiz” wurde ihm 2009 ein Anerkennungsbeitrag der UBS Kulturstiftung  zugesprochen. 2012 bekam er einen literarischen Werkbeitrag der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.


Eine Ehrengabe geht an das Künstlerkollektiv AJAR. Mit der Ehrung von «Vivre près des tilleuls», dem gemeinschaftlich verfassten Roman von AJAR (Association de jeunes auteur.e.s romandes et romands), will die Jury eine originelle Vorgehensweise auszeichnen: Am Anfang stand die Idee im Raum, gemeinsam einen Roman in einer Nacht zu schreiben. Zunächst wurde mit Esther Montandon (1923-1998) eine Autorin erfunden und mit einer Biographie versehen. Schliesslich suchte sich AJAR ein Thema aus, das möglichst weit von der eigenen Realität entfernt war: die Geschichte vom Verlust eines Kindes, angesiedelt in den 60er-Jahren, als noch kein Mitglied des Kollektivs geboren war. Ziel war es, die durchlässigen Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fiktion zu erkunden. So hat sich aus einem scherzhaften Gedanken eine Liebeserklärung an die Literatur entwickelt. Der entstandene Roman ist weit mehr als das zeittypische Spiel, im Kollektiv Texte zu verfassen: das zeigt die Begeisterung sowohl eines der grossen französischen Verlagshäuser als auch der Jury des Gottfried Keller-Preises. Diese möchte AJAR zu weiteren gemeinsamen literarischen Experimenten ermutigen. Die Auszeichnung ist mit sFr. 10'000.- dotiert.

 

 

AJAR- Association de jeunes auteur.e.s romandes et romands ist ein Autorenkollektiv, welches 2012 von 13 westschweizer Jungautor/-innen gegründet wurde. Das Kollektiv tritt als soches auf und möchte nicht den Einzelschriftsteller in den Vordergrund stellen. So werden gemeinsam Romane geschrieben, die Erfundenes mit Erlebtem verbinden. Das Kollektiv mit leserischen Performances auf und zeichnen für ein interdisziplinären literarischen Ansatz, der durchaus die westschweizer Literaturszene neu aufmischen könnte.

 

 

 

comunicato stampa italiano

Per la 38esima volta, la Fondazione Martin Bodmer assegna dei premi letterari.

Save the date: Premiazione il 22 ottobre 2016

 

La Fondazione Martin Bodmer assegnerà il 38esimo premio letterario Gottfried Keller al poeta, narratore e professore di letteratura Pietro De Marchi per il suo nuovo libro «La carta delle arance». Inoltre, un premio d’onore verrà conferito al collettivo d’autori A.J.A.R – Association de jeunes auteur.e.s romandes et romands (Associazione di giovani autori e autrici della Svizzera romana) per la narrazione composta in comune «Vivre près des tilleuls» (Vivere vicino ai tigli) che sarà pubblicata il 17 agosto presso la casa editrice Flammarion. La premiazione si svolgerà il 22 ottobre 2016 alle ore 18 nella Capella della Helferei a Zurigo.

 

Il Premio Gottfried Keller 2016 verrà assegnato a Pietro De Marchi per la sua nuova raccolta di poesie «La carta delle arance» che sarà pubblicato ad ottobre al momento della premiazione. Il premio amonta a CHF 25 000.

Gli strumenti che De Marchi è andato affinando nelle sue pubblicazioni precedenti – i tocchi ariosi della sua poesia, gli affondi nella storia personale e nelle storie universali della sua narrativa, la grande capacità di ascolto di cui dà prova nei saggi – entrano in risonanza e partecipano a comporre una voce matura, limpida, nitida ma anche vibrante e sonora. Leggera, sì, ma più che leggera tesa a lasciare la terra, a spiccare il volo. Giocosa, magari, ma se il gioco è col fuoco – il fuoco fatuo degli scomparsi, il ferro e fuoco della storia, il calore della vita.

Questa voce è inusuale nel panorama della poesia di lingua italiana: la lingua è italiana, lo sono tanti riferimenti, i suoi maestri e i luoghi, specie di provincia, che visita. Ma allo stesso tempo è una voce ricca di influssi francesi e tedeschi e inglesi, di traduzioni, di ritmi e di canzoni, ed è aperta tanto alle ricerche formali che alla prosa, alla mescolanza dei generi, alle collisioni tra realtà e finzione. È una voce viva che come le cose vive cresce man mano, respira, tace, muta e torna a pronunciare.

 

Pietro De Marchi (1958), nato a Seregno (MI), vive a Zurigo dal 1984. Ha studiato all’Università di Milano, dove si è laureato in Lettere moderne, e poi in quella di Zurigo, dove ha conseguito il dottorato e successivamente la venia legendi in «Italienische Literaturwissenschaft». Attualmente insegna come professore titolare all’università di Zurigo, e come incaricato in quelle di Neuchâtel e di Berna.

Come studioso, si è occupato soprattutto di poesia dialettale lombarda dell’età tra Parini e Porta, di poesia e narrativa del Novecento, di letteratura della Svizzera italiana, di problemi della traduzione letteraria e di storia della critica. Si è occupato però anche di Dante, della ricezione di Petrarca, di novellistica del Cinquecento e di poemi eroicomici.

Dal 2010 dirige un progetto di ricerca del Fondo Nazionale dedicato ai prosatori della Svizzera italiana.

Ha pubblicato vari studi di carattere filologico e critico, tra cui l’edizione delle Poesie milanesi di Francesco Bellati (All’insegna del Pesce d’Oro, 1996) e i due volumi Dove portano le parole. Sulla poesia di Giorgio Orelli e altro Novecento (Piero Manni Editore, 2002) e Uno specchio di parole scritte. Da Parini a Pusterla, da Gozzi a Meneghello (Franco Cesati Editore, 2003). La sua ultima pubblicazione, in questo settore, è l’edizione, con ampia introduzione critica e filologica, dei racconti di Silvio Guarnieri, Lavori d’autunno (Manni, 2012).

Come poeta ha pubblicato alcune plaquettes e due volumi: Parabole smorzate e altri versi (1990-1999), prefazione di Giorgio Orelli, Casagrande, 1999; Replica, Casagrande, 2006. Per quest’ultima raccolta ha ricevuto il Premio Schiller 2007. Un’ampia antologia delle sue poesie, con traduzione in tedesco, e una scelta di nuovi testi in versi e in prosa è uscita nel 2009: Der Schwan und die Schaukel / Il cigno e l’altalena. Gedichte und Prosastücke 1990-2008, Ausgewählt und übersetzt von Christoph Ferber, Mit einem Nachwort von Fabio Pusterla, Limmat Verlag, 2009. Un’altra antologia, con altri inediti, è stata pubblicata più di recente con traduzione inglese: Here and not Elsewhere. Selected Poems 1990-2010, translated by Marco Sonzogni, Guernica Editions, 2012.

Dal 2006 al 2011 è stato membro del Consiglio di Fondazione di Pro Helvetia. È ora membro della giuria del Premio Schiller e dei Premi federali di letteratura. Collabora saltuariamente con i quotidiani ticinesi e con la RSI (Rete Due).

 

Con il riconoscimento conferito a «Vivre près des tilleuls» (Flammarion, 2016), il romanzo collettivo realizzato dalla AJAR (Association de jeunes auteur(e)s romandes et romands, associazione di giovani autrici e autori romandi), la giuria ha voluto premiare un esperimento originale: la stesura di un romanzo a più mani e in una sola notte. Per prima cosa, bisognava inventarsi un autore o un’autrice, ed è nata Esther Montandon (1923-1998), con tanto di biografia. Il tema, poi, doveva allontanarsi quanto più possibile dalla realtà dei partecipanti, e la scelta alla fine è caduta sulla perdita di un figlio negli anni Sessanta, quando nessun membro del collettivo era ancora nato. L’idea di fondo del progetto era di esplorare i confini porosi tra realtà e finzione. Nata quasi per scherzo, questa esperienza si è trasformata in una dichia razione d’amore alla letteratura: il libro ha superato il gioco della scrittura collettiva, attualmente molto in voga, ha sedotto un grande editore francese e ha attirato l’attenzione.

 

 

L’A.J.A.R. – Association de jeunes auteur.e.s romandes et romands è un collettivo d’autori fondato in 2012 da 13 giovani autori e autrici della Svizzera romana. Il collettivo si presenta in comune e non vuole tornare alla ribalta un tale autore. Quindi, i romanzi che uniscono la finzione e il vissuto vengono scritti insieme. Il collettivo si esibisce con performance di lettura e crea un approccio interdisciplinario che potrebbe spostare e rinnovare la scena letteraria nella Svizzera romana.

 

Il Premio Gottfried Keller è uno dei premi letterarii il più prestigioso della Svizzera. Fondato in 1921, il premio viene assegnato tutti e due o tre anni dalla fondazione Martin Bodmer. La fondazione assegna anche i premi d’onore per esibizioni letterari particolari come traduzioni, pubblicazioni, lavori scientifici ecc. Non è possibile di fare domanda. In gennaio 2014, il collettivo d’autori «Bern ist überall» ha ricevuto il 37esimo premio Gottfried Keller.

Attualmente, il comitato del premio Gottfried Keller si costituisce di Thomas Bodmer (presidente), Evelyn Braun e Ursina Schneider-Bodmer. La giuria si constituisce di Isabelle Rüf, Vanni Bianconi e Thomas Bodmer.

 

Il magazine «Literarischer Monat» dedica l’edizione di ottobre al premio Gottfried Keller.

Informationi: Nani Khakshouri, tel : 079 402 66 54, nk@kulturpreis.ch